Tag 53

Heute sollte mich die 3. letzte Etappe in Schweden von Ljungby aus über der alten E4 weiter in Richtung Trelleborg bringen. So bin ich dann, nachdem ich die Fahrradkette noch einmal sauber gemacht und geölt hatte, losgefahren. Erstes Ziel war ein Supermarkt in der Stadt um wie üblich meine Vorräte aufzufüllen. Ich habe dann in dem angrenzenden Café noch eine kleine Pause gemacht und dabei die älteren Herrschaften beobachtet die hier am Sonntagmorgen gefrühstückt haben und sich hierbei lautstark über etwas unterhalten haben, leider kein Wort verstanden! Dabei waren auch Herren die gesundheitlich angeschlagen waren u.a. auch ein Sauerstoffgerät mit sich führten. Ich war dann doch froh das ich mich noch jeden Tag noch über Regen, Wind und andere Dinge beim Radfahren aufregen kann, aber gesundheitlich nicht eingeschränkt bin !! Ich denke man sollte/muss froh sein, dass man solche Dinge wie diese Tour noch machen kann. Gegen 10:00 ging es dann endgültig los und ich bin bei Sonnenschein losgefahren. Leider hatte sich das dann aber gegen 10:30 mit dem Sonnenschein erledigt und es fing an zu regnen und der wollte dann überhaupt nicht wieder aufhören. Trotz mehrerer Pausen änderte sich die Situation nicht. Um 13:30 bin ich dann in Markaryd angekommen habe mich in dem ersten Café verkrochen und habe gewartet. Zwischendurch hatte ich mit dem Besitzer, einen gebürtigen Türken, noch ein Gespräch. Er lebt seit 30 Jahren in Schweden, hat 6 Kinder und auch 6 Geschäfte, für jedes Kind eins! Eines kann ich nur sagen, er ist kein Freund von Herrn Erdogan, so wie er über diesen Herrn geschimpft hat. Wir Deutschen würden viel zu behutsam mit Erdogan umgehen, die Holländer hätten sich im Wahlkampf viel konsequenter verhalten. Nachdem ich eine Stunde gewartet hatte war es immer noch am regnen. Also Schluß für heute nach 54 km. Nächste Aktion war ein Quartier zu finden der einzige Campingplatz in der Gegend lag 19 km ausserhalb und ich wollte keinen Meter mehr fahren, deshalb bin kurz um die Ecke und habe mich zu einem Vandrahem begeben. Das war geschlossen aber es war eine Tel. Nummer angeschlagen bei der ich mich gemeldet habe. Es sollte dann nach 20 Minuten der Seniorchef vorbeikommen und mir aufschließen. Ich wollte mich dann noch für die 20 Minuten irgendwo unterstellen, aber das war dann nicht mehr nötig, denn es kam Shemia eine Dame aus Somalia die ebenfalls in dem Vandrahem wohnte. Sie schloß die Tür auf und hat mich mit ins Haus genommen, es gab dann auch gleich einen Kaffee und so verging die Zeit doch sehr schnell bis der Seniorchef vorbeischaute. Die Nacht kann ich dann in einem sehr schönen alten Haus verbringen und mein Fahrrad hat im Wohnzimmer eine Bleibe gefunden. Mit Shemia habe ich mich dann später noch weiter unterhalten, Sie ist 14 Jahre in Schweden und arbeitet als Dolmetscherin für die Asylanten. Da Ihre Wohnung einen Wasserschaden hat muss Sie vorübergehend in dem Vandrahem wohnen. Der Regen hat im übrigen bis zum Abend nicht aufgehört. Ach so, Wind gab es heute auch, nicht das ich das vergesse, aber er kam mehr von der Seite und das ist schon einmal besser als von vorne!!!DSCI0751.JPG

Der Chef hat gesagt, stell Dein Fahrrad genau da hin. Ich möchte betonen das Fahrrad war genau so nass wie ich und geputzt war es auch nicht.

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